12. August 2011

Medienmitteilung: Mehr Lohn für das Personal des Kantons Zürich

Die Vereinigten Personalverbände (VPV) fordern für 2012 eine Lohnerhöhung von mindestens 4% für die rund 38’000 Kantonsangestellten. Die Teuerung 2011 ist vollständig auszugleichen. Zudem muss der Kanton endlich damit beginnen, die in den Vorjahren nicht gewährten Teuerungsausgleiche von über 7% auszugleichen. Auch aus der Personalverordnung ist ein Rückstand von 1% ausstehend.

Die Kantonsangestellten haben in den letzten Jahren wesentlich zur Sanierung des Staatshaushalts beigetragen. Der Teuerungsrückstand alleine beläuft sich auf über 7%. Mit anderen Worten: Die Kaufkraft der Löhne ist effektiv gesunken. Dies ist nicht nur unfair, sondern vor dem Hintergrund der wieder aufkeimenden Rezessionsängste auch volkswirtschaftlich schädlich.

Die VPV fordern Finanzdirektorin Ursula Gut als oberste Personalchefin des Kantons auf, die Interessen der Angestellten in den kommenden Lohnverhandlungen ernst zu nehmen.

Dazu gehört erstens die korrekte Umsetzung der 2010 beschlossenen Personalverordnung. Ihr Grundsatz ist, dass sich die Löhne der Kantonsangestellten im Gleichschritt mit jenen der Privatwirtschaft entwickeln sollten. Der Massstab dafür ist eine UBS-Lohnumfrage bei über 200 Unternehmen. 2010 und 2011 hielt sich der Kanton nicht an diese Vorgabe – dabei entstand ein Nachholbedarf von 1%. Die UBS-Lohnindexstudie wird im Oktober publiziert. Für 2012 erwarten die VPV eine Prognose für die durchschnittliche Lohnerhöhung von rund 0.8%.

Zweitens muss die für 2011 erwartete Teuerung von ca. 0.7% vollständig ausgeglichen werden. Drittens fordern die VPV einen schrittweisen Ausgleich der Teuerungsrückstände aus den Vorjahren. Für 2012 erachtet die Dachorganisation der Personalverbände einen Ausgleich von 1.5% als sinnvoll.

Dies führt zu einer minimalen Erhöhung der Lohnsumme 2012 für die Kantonsangestellten von 4%. Die VPV werden sich mit allen Kräften dafür einsetzen, dass Finanzdirektion und Regierungsrat ihre Verantwortung gegenüber ihren Angestellten genauso kraftvoll wahrnehmen, wie sie sich für tiefe Steuern einsetzen.

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