13. November 2020

Einmalzulagen zugunsten Corona-Einsätzen (Medienmitteilung VPV)

Die Vereinigten Personalverbände (VPV) fordern für 2021 die weitere Auszahlung der Einmalzulagen. Diese sollen zugunsten des Personals mit wesentlichen Mehreinsätzen in Corona-Zeiten entrichtet werden.

Die VPV gehen davon aus, dass die Regierung die Individuellen Lohnanpassungen für 2021 beibehalten wird. Die Einmalzulagen hingegen will die Regierung ersatzlos streichen. Die VPV wehren sich dagegen und sind der Meinung, dass das Personal mit wesentlichen Corona-Mehrarbeiten diesen „Bonus“ entrichtet erhalten soll. Nicht genutzte Beiträge aus den 0,2 % Einmalzulagen sollen den Berufsgruppen in den Spitälern und Altersheimen zur Verfügung gestellt werden, welche wegen Corona eine Mehrbelastung geleistet haben.

Dieser Entscheid hätte auch zur Folge, dass ein solcher Beschluss für die Spitäler (Ärzte und Pflege in Intensivstationen) und Pflegeinstitutionen mit Corona-bedingten Mehrbelastungen Anreiz bildet, für ihr Personal gezielt auch einen „Bonus“ zu entrichten.

Der Applaus für unser Pflegepersonal darf nicht der einzige Dank sein, sondern soll sich auch konkret in finanzieller Hinsicht auswirken.

22. Oktober 2020

Technischer Zinssatz BVK (II)(Medienmitteilung der VPV & des VPOD)

BVK: Kein Kahlschlag, aber ein Signal in die falsche Richtung.

Die Pensionskasse BVK hat heute eine Reduktion des technischen Zinssatzes von 2 % auf 1.75 % bekanntgegeben. Für die Versicherten kommt es dadurch erneut zu einer Kürzung des Umwandlungssatzes. Die Gewerkschaft VPOD und die Vereinigten Personalverbände (VPV) reagieren mit gemischten Gefühlen.

Im September (Medienmitteilung vom 22.9.2020) haben die Gewerkschaft VPOD und die Vereinigten Personalverbände (VPV) des Kantons Zürich die BVK dazu aufgefordert, technische Anpassungen auf das notwendige Minimum zu beschränken und diese sozial verträglich umzusetzen. Der VPOD und die VPV nehmen heute positiv zur Kenntnis, dass die BVK der Forderung nach einer moderaten Anpassung gefolgt ist und mit den Rückstellungen massgebliche Abfederungen finanziert. Trotzdem ist die Senkung des bereits jetzt tiefen Umwandlungssatzes ein schlechtes Signal für die Zukunft der zweiten Säule.
Laut einer Mitteilung der BVK wird per 1. Januar 2022 der technische Zinssatz auf 1,75 Prozent gesenkt. Folglich wird der für die Rentenhöhe massgebliche Umwandlungssatz im Durchschnitt um 0.15 Prozent reduziert. Angesichts der bereits jetzt tiefen, jahrgangsabhängigen Umwandlungssätze von deutlich unter 5 Prozent bei einer ordentlichen Pensionierung ist das eine grosse Enttäuschung. Fabio Höhener, Gewerkschaftssekretär VPOD Zürich: «Seit Jahren kennen Umwandlungssätze in der zweiten Säule nur eine Richtung, und zwar gegen unten. Es darf nicht sein, dass die anhaltend schlechte Renditeerwartung allein auf Kosten der Arbeitnehmenden geht. Die Arbeitgeber müssen sich finanziell stärker an der Sicherung der Renten beteiligen». Durch den tieferen Umwandlungssatz gewinnt die Höhe des Sparkapitals für die Rente noch mehr an Bedeutung. Peter Reinhard, Präsident VPV: «Durch diese Massnahmen sollte wenigstens wieder möglich sein, dass die Sparguthaben der Versicherten wieder höher verzinst werden».

Der VPOD und die VPV begrüssen, dass die Rückstellungen für Aufwertungsgutschriften für alle Jahrgänge eingesetzt werden und für die Jahrgänge ab Alter 60 ein Frankenbesitzstand beschlossen wurde. Sie fordern aber von der BVK Rechenschaft darüber, ob das in der Stiftungsurkunde festgehaltene Leistungsziel von einer Altersrente von 60 % des letzten versicherten Lohnes für alle Jahrgänge noch eingehalten werden kann.

Peter Reinhard, Präsident VPV ZH

16. Oktober 2020

Lohnforderungen 2021

Die VPV fordern für die Lohnrunde 2021:

Stellenerhalt und Weiterbildung sind im Fokus der VPV. Für die Lohnrunde 2021 verzichten die VPV auf klassische Forderungen im grösseren Rahmen nach mehr Lohn. Damit wollen wir der aktuellen Wirtschaftskrise Rechnung tragen und möglichst alle Arbeitsstellen erhalten und Einkommen sichern.

Die VPV fordern vom Kanton und den selbständigen, öffentlich-rechtlichen Betrieben, in die Weiterbildung von Mitarbeitenden und Führungskräften zu investieren, damit diese ihre Skills erweitern, die Krisenresistenz aufbauen und die Arbeitsmarktfähigkeit stärken.

Die Gleichstellungsfragen betreffend Kaderpositionen und Lohnungleichheiten sind zu überprüfen und zu verbessern.

Die neuen BVK-Angebote (Altersrücktritt in drei Schritten, Reduzierung der Eintrittsschwelle, Kaderversicherung, Versicherung des Koordinationsabzugs) sollen übernommen werden und die neuen Anstellungsbedingungen dürfen nicht zu einseitigen Nachteilen beim Personal führen.

Eine Reduktion der Lektionenverpflichtung um 0.5 Lektionen/Woche für alle Lehrpersonen der Sekundarstufe II.

Eine individuelle Lohnerhöhung von mindestens 0,6% und auch die Einmalzulagen von mindestens 0,2% sind beizubehalten.

VPV Kanton Zürich

25. September 2020

Sanitas 2021

Unser Partner Sanitas wird im nächsten Jahr die Prämien im Kanton Zürich leicht senken. Auf einige Zusatzversicherungen beträgt der Rabatt weiterhin 10%.

Bitte beachten Sie, dass sich die Rabatte bei der früheren, von Sanitas übernommenen, Wincare Krankenkasse (geschlossenes Produkt, keine Neuaufnahmen möglich) sich von den Rabatten der Sanitas unterscheiden können. Aufgrund meiner Erfahrung als Sanitas Wincare-Versicherter lohnt sich ein Wechsel zu Sanitas-Zusatzversicherungen grundsätzlich nicht.

Verlangen Sie eine Offerte von der Sanitas, wenn sie wechseln wollen (Angebotsanfrage). Auch die Kundenbroschüre informiert sie über die Sanitas Versicherungen.

22. September 2020

BVK-technischer-Zinssatz (I)(Medienmitteilung VPV & VPOD)

Die verbindliche Obergrenze des technischen Zinssatzes droht per Ende September unter 2% zu fallen. Damit müssten viele Pensionskassen ihre versicherungstechnischen Grundlagen nach unten anpassen. So auch die BVK. Die Gewerkschaft VPOD und die Vereinigten Personalverbände (VPV) des Kantons Zürich fordern die BVK auf, Anpassungen auf das notwendige Minimum zu beschränken und diese sozial verträglich umzusetzen.

Der VPOD und die VPV lehnen eine Anpassung des technischen Zinssatzes unter die erlaubte Obergrenze ab. Peter Reinhard, Präsident der VPV: «Die Verbände sind der Ansicht, dass eine minimale Anpassung durch die Auflösung der Rückstellungen von 1,2 Milliarden ohne Renteneinbussen umgesetzt werden kann. Von einer weiteren Anpassung des bereits jetzt tiefen Umwandlungssatzes und der sehr hohen Beiträge ist daher abzusehen.» Zudem sind für alle Jahrgänge Aufwertungsgutschriften als Abfederungsmassnahmen zu finanzieren.

Alles lesen Sie in der gemeinsamen Medienmitteilung der VPV und des VPOD