27. Mai 2019

Medienmitteilung VPV zum Frauenstreik vom 14.06.2019

4. Juni 2019

Gleichstellung geht alle an

Frauenstreik vom 14. Juni 2019

Nach 1991 rufen einige Verbände und Gewerkschaften für den 14. Juni 2019 erneut zum landesweiten Frauenstreik auf. Die Zeiten mögen sich geändert haben, die Anliegen zur Verbesserung sind jedoch in vielerlei Hinsicht dieselben wie damals: Lohnungleichheit, Diskriminierung, sexuelle Belästigung und schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es noch immer. Die VPV solidarisieren sich mit dem Frauenstreik vom 14. Juni 2019 und erachten den Anlass als grosse Chance, um auf die Anliegen der Frauen breitenwirksam aufmerksam zu machen. Die VPV fordern vom Kanton Zürich als Arbeitgeber die Teilnahme an den Kundgebungen unbürokratisch zu ermöglichen.

Die Vereinigten Personalverbände des Kantons Zürich (VPV) setzen sich für die Interessen der kantonalen Angestellten ein. Dem Kanton Zürich als Arbeitgeber ist es ein ernsthaftes Anliegen, die tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann zu fördern und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts zu verhindern. In den letzten Jahrzehnten hat sich aufgrund der Einführung des Gleichstellungsgesetzes in dieser Hinsicht einiges bewegt. Der Kanton Zürich hat mit der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann (FFG) eine kompetente Ansprechpartnerin bei Fragen zur Gleichstellung geschaffen.

Trotz diesen positiven Entwicklungen sehen die VPV weiterhin Handlungsbedarf. Die VPV fordern die vollständige Gleichstellung von Frau und Mann. Die VPV fordern insbesondere eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Politik. Die VPV fordern konkret:

– Einführung der Elternzeit

– Mehr Teilzeitstellen – auch für Männer

– Flexiblere und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle (z.B. Home-Office, Jahresarbeitszeit, Job- und Topsharing, keine Sitzungen zu Randzeiten etc.)

– bezahlbare Kinderbetreuung

– steuerliche Gleichbehandlung (unabhängig vom Zivilstand)

– transparente und faire Lohnsysteme

– Förderungsprogramme für Frauen für Führungspositionen, auch in der Politik

Die VPV fordern auch:

– Verbesserte Altersvorsorge für Menschen mit tiefen Einkommen oder Einkommenslücken

– Mehr Sicherheit für Frauen im öffentlichen Raum und zuhause

Frauen verdienen nach wie vor durchschnittlich 20% weniger als Männer. Das Nachsehen haben insbesondere Angestellte im Tieflohnsektor wie z.B. im Gesundheitswesen, in dem mehrheitlich Frauen arbeiten, sowie Beschäftigte mit kleineren Teilzeitpensen (auch das sind mehrheitlich Frauen).

Auch das Risiko für Altersarmut tragen in erster Linie Frauen, welche nach wie vor den Hauptteil der unbezahlten Haus- und Pflegearbeit übernehmen oder sich in unbezahlter Freiwilligenarbeit engagieren.

Auch sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen sind eine traurige Realität, die ein Handeln erfordern.

Die VPV ermutigen die ihr angeschlossenen Fachverbände mit ihren Unterverbänden, auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Die VPV erachten den landesweiten Frauenstreik vom 14. Juni 2019 als grosse Chance, um auf sämtliche Anliegen der Frauen aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, was getan werden muss, damit «Gleichberechtigung» in 20 Jahren kein Thema mehr ist. In diesem Sinne haben die VPV auch den Regierungsrat darum gebeten, auf Wunsch die Teilnahme an den Kundgebungen unbürokratisch zu ermöglich.

Nach dem 14. Juni 2019 – wie weiter? Die VPV unterstützen alle Initiativen, um die erwähnten Anliegen innerbetrieblich mit den Entscheidungsträgern zu diskutieren. Mit massgeschneiderten Anträgen soll eine sichtbare Verbesserung der Rahmenbedingungen erreicht werden. Die VPV sind über den 14. Juni 2019 hinaus mit Rat und Tat dabei.

Freundliche Grüsse

VPV Kanton Zürich

Peter Reinhard

Präsident

Für Auskünfte:

Peter Reinhard, Präsident VPV, Kloten, N: 079 402 38 82, reinhard [at] vpv-zh [dot] ch
Sabina Erni, KVZ, Zürich, G: 044 211 33 22, , sabina [dot] erni [at] kfmv-zuerich [dot] ch

Astrid Kugler, Geschäftsführerin VPV, Zürich N: 078 608 73 73, astridkugler [at] bluewin [dot] ch

Jolanda Pongelli, ZLV, Zürich, G: 044 317 20 53, jolanda [dot] pongelli [at] zlv [dot] ch

Über die Vereinigten Personalverbände (VPV):
Die VPV sind ein Zusammenschluss von 15 Fachverbänden und ihren Unterverbänden. Die VPV vertreten über 20‘000 von ca. 38‘000 Staatsangestellten. Die VPV sind offizielle Sozialpartner für das Staatspersonal und verhandeln regelmässig mit der Regierung über die Arbeits- und Anstellungsbedingungen und die Interessen von Personen, die dem Personalrecht indirekt, zum Beispiel in den Gemeinden, unterstehen.

25. April 2019

Zusätzliche Ferienwoche – Freude herrscht

Der Regierungsrat gewährt per 1.1.2020 eine zusätzliche Ferienwoche für das Staatspersonal und per 1.8.2020 für die Lehrpersonen. Die VPV und der vpod zeigen sich darüber sehr erfreut, wenn auch ein Wermutstropfen bestehen bleibt.

Der Regierungsrat hat die Forderungen von VPV und vpod gutgeheissen und gewährt eine zusätzliche Ferienwoche. Dabei werden die bisher seit Jahren gewährten 2 Tage Jahreswechsel-Urlaubstage zu neu 2 Ferientage für alle Altersgruppen vom Lehrling bis zum 65. Altersjahr umgewandelt. Zudem werden den 21- bis 49-jährigen Angestellten 3 zusätzliche Ferientage gewährt. Damit erhalten alle bis zum 59. Altersjahr durchgehend 5 Ferienwochen. Das gilt für das Staatspersonal und die Volksschullehrpersonen. Bei Letzteren wird durch diesen Entscheid die Jahresarbeitszeit entsprechend gekürzt. In diesem Zusammenhang ändert die Regierung ihre Praxis beim Ferienbezug von Mehrzeitkompensationen. Diese dürfen erst nach dem Bezug der Ferien en bloc bezogen werden.

VPV und vpod sind froh über diesen Entscheid, welcher ihren langjährigen Forderungen weitgehend entspricht. Gewinner sind alle: Der Kanton Zürich wird als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen und die Angestellten und die Lehrpersonen erhalten eine zusätzliche Ferienwoche. Dies ist im Hinblick auf die langjährigen guten Abschlüsse des Kantons Zürich allerdings überfällig gewesen und die Wertschätzung gegenüber dem Personal hat lange auf sich warten lassen.

Ein Wermutstropfen hingegen bleibt bestehen. Bei den Lehrpersonen der Mittelschulen, der Fachhochschulen und der Berufsschulen werden u.a. keine Anpassung vorgenommen. Gemäss Regierungsrat hätten diese Berufsgruppen keinen Berufsauftrag mit Jahresarbeitszeit, sondern seien per Lektionen angestellt. Dies gäbe ihnen grössere Freiheiten zum Ferienbezug. Für die VPV und den vpod ist das unverständlich. Sie werden sich weiter für eine zusätzliche Ferienwoche auch für diese Berufsgruppen einsetzen und bedauern den regierungsrätlichen Entscheid.

21. März 2019

Generalversammlung 2019

Die Generalversammlung des VStA (Verband der Staatsangestellten des Kantons Zürich) findet am Dienstag, 25. Juni 2019, um 18:00 Uhr im Restaurant Muggenbühl, Pavillon, Muggenbühlstrasse 15, 8038 Zürich statt.

Die Details und den Anmeldetalon zur Generalversammlung (Traktanden usw.) werden Sie rechtzeitig mit dem VStA-Info 2019/1 erhalten.

16. März 2019

VPV-Medienmitteilung: Spar-Spass muss jetzt aufhören

Die Vereinigten Personalverbände des Kantons Zürich (VPV) stellen fest, dass der Kanton Zürich einmal mehr einen wesentlich besseren Abschluss als budgetiert präsentiert. Das Eigenkapital steigt, die Verschuldung sinkt. Der mittelfristige Ausgleich ist ausgewiesen. Nun soll auch das Personal endlich wieder einmal profitieren.

Der gute Rechnungsabschluss für den Kanton Zürich wird mit Sondereffekten begründet. Dabei steigt das Eigenkapital und die Verschuldung sinkt. Immerhin wurden die Investitionskosten nahezu ausgeschöpft, was Wirtschaftsimpulse gegeben hat.

In den vergangenen Jahren musste das Personal immer wieder auf ihm
zustehende Leistungen wie Teuerung und Lohnanpassungen verzichten. Aber jetzt ist genug.

Das langjährige Anliegen der VPV, welche rund 20 000 Staatsangestellte
vertreten, nach einer zusätzlichen Ferienwoche muss nun umgesetzt werden. Sparbemühungen in den Bereichen Bildung (keine zusätzlichen Mittel trotz höherer Zahlen bei Schülerinnen/Schülern und Studierenden) müssen endlich angepasst und bei den Prämienverbilligungen soll das ganze Potential ausgeschöpft werden.

Eine Steuerreduktion – wie von einzelnen bürgerlichen Parteien angedacht lehnen die VPV ab. Sie wären nur Grund, weitere Sparbemühungen zu Lasten des Personals auszulösen.

Link zur Medienmitteilung der VPV